Das folgende Wort zum Sonntag von Pastoralreferent Andreas Kratz ist im Hinterländer Anzeiger vom 02. Juli 2017 veröffentlicht:

Wenn die Ferien beginnen, wird es rund um unser katholisches Pfarrhaus immer etwas stiller. Während der Schulzeit ist der Trubel vom Schulhof gegenüber, vor allem während der Pausen, spürbar - und nun fehlt etwas. Sei es das fröhliche Winken einiger Schülerinnen und Schüler oder ein kurzes Gespräch, wenn ich zwischen Pfarrhaus und Kirche unterwegs bin...

Und so überlege ich manches Mal, wie es ihnen wohl momentan geht. Wahrscheinlich denken viele gar nicht mehr an die Schule, sondern genießen den Urlaub. Andere müssen zu Hause bleiben. Mancher wird sich fragen, wie es nach den Ferien weitergeht: Schaff’ ich das nächste Schuljahr? Was mache ich, wenn meine Schulzeit zu Ende geht? Und wieder andere werden in sechs Wochen, wenn wir die Gottesdienste zum Schuljahresbeginn feiern, aufgeregt zum ersten Mal in eine neue Schule gehen.

Egal, in welcher Situation Sie sind - ob Sie von den Sommerferien und diesen Gedanken betroffen sind: Die momentane Ruhe, die nicht nur in der Nähe des Schulhofs spürbar ist, ist auch wohltuend. Dann fällt manche Ablenkung weg und ich kann auch das schauen, was für mich in der nächsten Zeit ansteht und was für die Zukunft wichtig ist. Das soll auch de Baulärm, der in der Zwischenzeit aus den Klassenräume tönt, nicht verhindern.
Ob im Urlaub, zu Hause oder bei der Arbeit: Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre Oase finden, um aufzutanken und über das nachzudenken, was in hektischer Betriebsamkeit untergeht.

Und dazu dürfen Sie natürlich auch gern zu uns kommen: Viele Kirchen sind auch tagsüber geöffnet, ein Ort der Ruhe und selbst bei Hitze meistens kühl. In diesem Sinne herzlich willkommen und eine gesegnete Sommer- und Ferienzeit!